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Feuchte Keller

Feuchtigkeit

Feuchte Keller sind häufig ein Problem, besonders bei älteren Gebäuden. Auf den feuchten Wänden blättert der Anstrich oft großflächig ab, es bilden  sich Ausblühungen und Schimmelpilzbefall. Es kann unter Umständen sogar zum Auftreten von Schwammbefall kommen. In vielen Fällen ist nicht mehr möglich, die Kellerräume zu Lagerzwecken, als Hobbyraum oder Werkstatt zu nutzen. Darüber hinaus können auch Schimmelpilzsporen aus dem Keller durch die Luft in die darüber liegenden Wohnräume gelangen.   

Die Ursachen können vielfältig sein: z. B. aufsteigende Feuchtigkeit, drückendes Wasser bei Hanglage, fehlende oder schadhafte Versiegelung des Mauerwerks im Erdkontaktbereich, keine oder nicht (mehr) funktionierende Drainage, unzureichende bzw. falsche Lüftung oder eine Durchfeuchtung durch einen Wasserrohrbruch sind nur einige Beispiele. Problematisch ist die Situation auch, wenn durch vor den Wänden angebrachte Verkleidungen aus Holz oder Gipskarton (Rigips) die Durchfeuchtung erst spät bemerkt wird.      
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Manchmal reicht schon eine effektive Lüftung der Kellerräume aus. Dabei sollte beachtet werden, dass in den Sommermonaten vorzugsweise in der Nacht bzw. abends oder am frühen Morgen gelüftet wird und danach die Fenster geschlossen sind. Sofern die Feuchtigkeit von außen eindringt, z. B. durch ein undichtes Rohr oder eine schadhafte Abdichtung im Erdkontaktbereich, bzw. von unten aufsteigt, sind Abdichtungsmaßnahmen erforderlich. Es kann jedoch lange dauern, bis das durchfeuchtete Mauerwerk ausgetrocknet ist. Das Freilegen und Isolieren des Sockels wird häufig zur Trockenlegung von nassen Kellern angewendet.

Aber es gibt auch Fälle, in denen dies nicht möglich ist, z.B. bei aneinander gebauten Häusern oder aufgrund anderer baulicher Besonderheiten. In diesen Fällen kommen alternative Trockenlegungsmethoden zum Einsatz. Welches Verfahren geeignet ist, muss im Einzelfall überprüft werden. Es ist ratsam, sich von mehreren Fachfirmen beraten zu lassen, um das für das Objekt geeignete Vorgehen auszuwählen.

Wir haben an einem von uns ausgewählten Gewölbekeller in einem historischen Gebäude, das an einem Bach liegt (Foto 1, oben links), in einem Langzeitversuch (2007 bis 2013) überprüft, ob durch das System der Firma Aquapol eine zufriedenstellende Trocknung möglich ist. Dieser Keller war sehr feucht und praktisch nicht nutzbar, weil auf dort gelagerten Dingen bereits nach kurzer Zeit eine starke Schimmelbildung auftrat (Fotos 2 und 3). Es wurden keine zusätzlichen baulichen Maßnahmen durchgeführt, z: B. Entfernen des belasteten Putzes. Dennoch verbesserte sich die Situation grundlegend. Die Untersuchungsergebnisse, die im September 2011 in Berlin (YouTube: Aquapol feiert Jubiläum in Österreichischer Botschaft) und nochmals 2013 vorgestellt wurden, stehen als PDF-Datei zur Verfügung. Es ist anzumerken, dass es sich hier um einen Erfahrungsbericht zu einem Einzelobjekt handelt, bei dem ein eindrucksvoller Erfolg erzielt wurde. Die bislang letzte Kontrolle erfolgte 2016. Dabei konnte bestätigt werden, dass der Keller weiterhin trocken ist und uneinegschränkt zu Lagerzwecken genutzt werden kann (Foto 4). Dennoch ist das Aquapol-Verfahren nicht bei allen Feuchtigkeitsproblemen geeignet.

 
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